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RatgeberRelaunch

Website-Relaunch: die vollständige Checkliste für KMU

Ein Relaunch soll verbessern, nicht wertvolle Rankings und Anfragen löschen. Mit dieser Checkliste bleibt der Wechsel kontrollierbar.

Inhaberin eines Studios plant die neue Website ihres Unternehmens
Praxiswissen von Mietseiten.de · zuletzt geprüft am 24. August 2026

Ein Website-Relaunch ist kein reines Designprojekt. Wer nur Farben, Schriften und Bilder austauscht, kann bestehende Suchsichtbarkeit, funktionierende Inhalte und eingespielte Anfragewege verlieren. Gleichzeitig ist ein Relaunch die Chance, Technik, Positionierung und Nutzerführung gemeinsam zu verbessern.

Die wichtigste Regel lautet: Erst messen und sichern, dann umbauen. Diese Checkliste führt von der Bestandsaufnahme bis zu den ersten 30 Tagen nach dem Start.

Das Wichtigste in Kürze
  • Sichern Sie URLs, Inhalte, Rankings und Messdaten vor der ersten Änderung.
  • Jede relevante alte URL benötigt ein bewusstes Ziel; 301-Weiterleitungen gehören zum Pflichtprogramm.
  • Ein Relaunch braucht klare Geschäftsziele und Tests, nicht nur eine optische Abnahme.
  • Nach dem Start folgen Monitoring, Fehlerkorrektur und Inhaltsverbesserung.
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Phase 1: Bestand erfassen und Ziele festlegen

Exportieren Sie alle erreichbaren URLs und markieren Sie Seiten mit Klicks, Backlinks, Anfragen oder geschäftlich wichtigen Informationen. Dokumentieren Sie aktuelle Messwerte, damit nach dem Relaunch nicht nach Gefühl beurteilt wird.

Definieren Sie anschließend höchstens drei Hauptziele: beispielsweise mehr qualifizierte Anfragen, bessere Bewerbungen oder weniger Rückfragen. Jedes Ziel braucht eine messbare Handlung.

  • URL- und Inhaltsinventar erstellen
  • Search-Console- und Analytics-Basiswerte sichern
  • Formulare, Downloads und Telefonnummern prüfen
  • starke Landingpages und Backlinks kennzeichnen
  • geschäftliche Ziele und Messpunkte vereinbaren
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Phase 2: Struktur und Inhalte entwickeln

Die neue Navigation sollte sich an Kundenfragen orientieren, nicht am internen Organigramm. Jede wichtige Zielgruppe braucht einen kurzen Weg zu Leistung, Belegen, Ablauf und Kontakt.

Übernehmen Sie erfolgreiche Inhalte nicht blind, löschen Sie sie aber auch nicht leichtfertig. Aktualisieren Sie Fakten, verbessern Sie Verständlichkeit und bewahren Sie die Suchintention, die eine Seite bereits erfüllt.

  • Leistungen nach Such- und Entscheidungsbedarf strukturieren
  • eine klare Hauptaktion pro Seitentyp definieren
  • Vertrauensbelege direkt am Entscheidungsort platzieren
  • Titel, Überschriften und interne Links planen
  • Bilder komprimieren und mit sinnvollen Alternativtexten versehen
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Phase 3: URLs und Weiterleitungen absichern

Wenn eine URL geändert wird, sollte die alte Adresse dauerhaft per 301 auf die inhaltlich passendste neue Seite weiterleiten. Leiten Sie nicht pauschal alles auf die Startseite. Das hilft weder Nutzern noch Suchmaschinen.

Erstellen Sie die Weiterleitungsliste vor dem Launch und testen Sie sie danach automatisiert. Vermeiden Sie Ketten, in denen eine alte URL über mehrere Stationen zur neuen Seite führt.

Alte SeiteEntscheidungZiel
Inhalt bleibt gleichURL möglichst behaltengleiche Adresse
Inhalt wird ersetzt301-Weiterleitungpassendste neue Seite
Inhalt wird zusammengeführt301-Weiterleitungneue Sammelseite
Inhalt ohne Ersatzbewusst 404/410hilfreiche Fehlerseite
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Phase 4: Vor dem Launch testen

Testen Sie die Website auf echten Mobilgeräten und mit Tastatur. Prüfen Sie nicht nur, ob Formulare absenden, sondern ob Nachrichten am richtigen Ort ankommen und Pflichtinformationen verständlich sind.

Kontrollieren Sie Seitentitel, Beschreibungen, Canonicals, Indexierung, strukturierte Daten, Sitemap, robots.txt, Datenschutz und Einwilligungslogik. Rechtliche Anforderungen sollten fachlich geprüft werden.

  • Navigation, Links und Suchfunktion
  • Formulare, E-Mails und Erfolgsmeldungen
  • mobile Darstellung und Tastaturbedienung
  • Ladezeiten und Core Web Vitals
  • Tracking und Conversion-Ereignisse
  • Impressum, Datenschutz und erforderliche Einwilligungen
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Phase 5: die ersten 30 Tage

Senden Sie die Sitemap, beobachten Sie Indexierung und Crawling und prüfen Sie täglich die wichtigsten Fehler. Ein vorübergehendes Schwanken einzelner Rankings ist möglich; kritischer sind nicht erreichbare Seiten, falsche Sperren oder verlorene Anfragewege.

Vergleichen Sie nach einigen Wochen nicht nur den Traffic. Messen Sie auch Formularstarts, abgeschickte Anfragen, Anrufklicks und Qualität der Kontakte. Ein Relaunch ist abgeschlossen, wenn das neue System stabil arbeitet – nicht wenn die Startseite freigegeben wurde.

  • 404-Fehler und Weiterleitungen überwachen
  • Indexierung wichtiger Seiten prüfen
  • Formular- und Anrufereignisse kontrollieren
  • Ladeprobleme und mobile Fehler beheben
  • Nutzerfragen sammeln und Inhalte nachschärfen

Das wird häufig gefragt

Wie verhindere ich beim Relaunch Ranking-Verluste?

Behalten Sie wichtige URLs möglichst bei. Wenn sich eine Adresse ändern muss, leiten Sie sie dauerhaft per 301 auf die inhaltlich passendste neue Seite weiter und kontrollieren Sie die Weiterleitungen nach dem Start.

Wann ist ein Relaunch wirklich abgeschlossen?

Nicht mit der optischen Freigabe. Prüfen Sie mindestens Indexierung, Weiterleitungen, Formulare, Anrufe, Ladeleistung und die Qualität der Anfragen in den ersten Wochen nach dem Launch.

Quellen und weiterführende Informationen

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